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10. Oktober 2008 5 10 /10 /Oktober /2008 13:54
Vor einem Jahr haben wir Agretto entdeckt. Dieses Jahr kochen wir noch oft dieses Gemüse. Viele denken, daß es sich um Algen oder um etwas ganz neues handelt. Falsch: Es ist ein Gemüse mit Tradition, das in Italien wächst und in manchen Gegenden (Marken, Latium, Ligurien, Emilia Romagna) oft auf den Tisch kommt.

Agretto hat auf Italienisch viele kuriose Namen: Barba del Frate (Mönchsbart), Roscano, Senape dei Monaci, Barba del Negus... Der botanische Name ist Salsola Soda und es gehört zu den Salzkräutern. Agretto enthält viele Mineralien und reichlich Chlorophyll (deswegen ist es gut gegen Anämie und fürs Herz). Aus der Asche von der Salsola Soda oder Salsola Kali gewann man in der Vergangenheit Soda bzw. Natriumkarbonat und Kalium (daher der Name), die für die Herstellung von Glas benutzt wurden. Deshalb war der Anbau von S.S. schon im 18.Jh. in Venedig verbreitet.

Agretto (wie der Name auch sagt) schmeckt leicht säuerlich und ist sehr einfach zu kochen: Es wird ganz kurz gedünstet (so kurz daß es noch knackig bleibt), dann gleich mit kaltem Wasser abgeschreckt und mit einem milden Olivenöl angemacht (ich habe es auch mit Arganöl und Kürbiskernöl probiert: Das Nüßige dieser Öle verdeckt etwas den Geschmack des Agretto, aber man kann wenig Zitronensaft oder ein Paar Tropfen von einem milden Essig dazu geben, um die saure Note zu retten). Meistens wird der so gekochte Agretto in der Pfanne mit Olivenöl, Knoblauch, Tomate und Sardellen kurz aufgewärmt und als Beilage zu Fleisch gegessen.

Wednesday, May 28, 2008

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