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9. Oktober 2008 4 09 /10 /Oktober /2008 22:51

In This World

Im Delphi im Film IN THIS WORLD waren nur 3 Leute. Kein einfacher Film, zugegeben, vielleicht sogar kein Film. Trotzdem ärgert es, daß so wenige da waren. Es geht um Auswanderung, die auch Menschenhandel ist. Historisch oft so gewesen: Unfreie wollen frei werden, Arme suchen ein besseres Leben und man macht aus diesen Nöten und Träumen einen Handel, heute wie damals, als die Italiener z.B. nach Amerika gingen, oder als sie über die Alpen nach Norden geschmuggelt wurden.

Flüchtlinge haben für die "Schlepper" den Wert einer Ware: man transportiert Menschen wie Orangen oder Zigaretten, mit dem Unterschied daß Menschen mehr Geld bringen. Sie können genau so wie die Orangen oder jede andere Ware während der Reise kaputt gehen, das nehmen Händler als Normalfall in Kauf: Orangen oder Menschen oder Melonen kommen entweder gesund ans Ziel oder verfaulen unterwegs. Wie selbstverständlich!

Die Höllenwanderung wird objektiv und emotionslos gezeigt, wie in einem Dokumentarfilm, obwohl das keiner ist. Wie hätte man auch einen Dokufilm realisieren können? Menschenschmuggler und Sklavenhändler stellen sich schwer für eine Filmaufnahme zur Verfügung. So ist IN THIS WORLD trotz (Laien)Schauspieler eine trockene, bruchstückhafte, manchmal chaotische und schwer verständliche jedoch genaue Rekonstruktion, vermutlich nach der Erzählung eines Überlebenden gedreht, Lücken (des Gedächtnisses) und undeutliche Konturen mancher Figuren (Unkenntnis des Erzählers von Umständen und Leuten?) inbegriffen.

Irritiert. Man erwartet einen (Kino)film und man bekommt weder noch. Am nächsten Morgen sitzt aber der Film im Kopf, Bilder vergegenwärtigen sich, ich habe das Gefühl, auf Reise in einer ganz fremden Welt gewesen zu sein. Man sollte ihn sehen, den Film, man sollte das sich "antun". Um auch nur einfach zu sagen/zeigen that we care in this world of us.

Saturday, September 27, 2003

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4. Oktober 2008 6 04 /10 /Oktober /2008 04:45
Monday, October 13, 2003


Das Italienische Kulturinstitut veranstaltet oft "Reihen", die sich mit einer Region befassen. Für das Kulinarische bin ich auch manchmal im Spiel. Es geht darum, sich Gerichte aus der Region auszudenken, sie zu "konkretisieren" und das Ergebnis dann an den Mann + Frau zu bringen, d. h. es in den Ablauf einer Veranstaltung "einzubetten". Das Schöne dabei ist, daß ich fast immer nicht nur auf meine Kochbücher zurückgreifen kann, sondern die Möglichkeit habe, es mit einem menschlichen Wesen zu planen, das aus der Region selbst kommt. Was für mich wie ein kleines Entdeckungsabenteuer ist (und deshalb macht es noch mehr Spaß), fängt also mit einer Art brain storming an: dabei geht es darum, Erinnerungen, Erfahrungen, Eindrücke wieder wach werden zu lassen. Mich interessieren nicht nur wie etwas vorbereitet wird und was man dazu braucht, sondern auch die Farben-, Aroma- und Geschmackeindrücke, die das Gericht hinterlassen hat, sowie bei welcher Gelegenheit und von welchen Leuten es hauptsächlich gegessen wird / wurde. So rekonstruieren ich und das andere menschliche Wesen eine Art Mikrogeschichte, wodurch ich mir diese Spezialität und ihre Zubereitung "vorstellen" kann.

An diesem Wochenende war die Emilia Romagna an der Reihe und mein Planungspartner war Cesare vom Italienischen Kulturinstitut. Cesare ist immer sehr kollaborativ, brainstormt gerne und dabei bringt eine naive Begeisterung ans Licht, die ich mag. Genußmensch. Er auch.

Emilia Romagna, also. Als Erstes fallen uns selbstverständlich die Tortellini ein. Gleich danach die Lasagne. Nanu, nichts neues. Können wir trotzdem machen. Aber schon bekannt. Zu bekannt. Mal `was anderes? Kürbis. Tortellini mit Kürbisfüllung. Nein, zu schwierig, zuviel Arbeit, mache ich nicht. Na dann Kürbiscannelloni. Könnte man machen. "Meine Muttter macht sie so..." Erzählt Cesare. Und somit ist die neue Herausforderung für mich da. Bei uns in der Toskana kennt man zwar Kürbisse, ich kann mich aber an kein Gericht mit ihnen erinnern. Nur Kürbiskerne werden getrocknet und genascht.

Cesare bietet an, die Kürbisse aus Italien zu bringen, weil man hier die Sorte nicht findet. Tatsächlich kommt er ein Paar Tage später aus Italien zurück mit zwei riesigen Taschen in der Hand. Drinnen gibt es große graue und kleinere grünorange Kürbisse.


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4. Oktober 2008 6 04 /10 /Oktober /2008 04:40
Monday, October 13, 2003


Und so fängt mein Kampf mit den Kürbissen an. Denn Kürbisse zu kochen ist nicht schwierig, vorher muß man sie aber schälen. Und das ist eine ganz andere Geschichte. Die Schale ist hammerhart, so daß ich sie mit einem großen schweren Messer zuerst auseinander "schlagen" muß. Das ganze Haus hallt von meinen Schlägereien mit den Kürbissen und binnen wenige Minuten ist die Küche voll mit Kernen, die aus dem Kürbisinneren in alle Richtungen heraus springen. Es ist eine harte Arbeit, die ziemlich spät in der Nacht endet. Aber dann! Das Fleisch der grauen Kürbisse (die gibt es auch hier zu kaufen übrigens, bei den Türken) ist dick, orangengelb und mehlig.

Ich koche also die geschälten Kürbisse kurz in Salzwasser und püriere sie (im Mixer). Dann mische ich das orangenbunte Püree mit viel frischer Ricotta (Menge ist Geschmacksache) und geriebenem Parmesan, schmecke das ganze mit Pfeffer und Salz ab. Das ergibt ganz schön viel salzigsüße Füllung für unsere Cannelloni. Rita und ich kochen am nächsten Tag die Lasagnaplatten und füllen sie mit der Masse. Unsere Cannelloni sind daumenfingergroß, relativ dünn also, weil die leicht süße Füllung sich so besser mit dem Teiggeschmack mischt. Wir legen sie dann in die Ofenform, tun wir Tomatensauce, etwas Besciamella und viel geriebenen Parmesan darauf.


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4. Oktober 2008 6 04 /10 /Oktober /2008 04:36
Wednesday, October 8, 2003

Die letzten Zweifeln kommen hoch: Tomatensauce hat er gesagt, nicht wahr? Ja, was sonst? Aber wenn... Cesare wird eiligst angerufen. "Tomatensauce, ja! Meine Mutter tut in die Sauce auch getrocknete Steinpilze, ganz wenig... Muß aber nicht sein." Ouff, Steinpilze auch noch! Auf süße Kürbiscannelloni?? Momentmoment. Wir haben noch ein Bißchen Pilze. Warum nicht? Schnell gekocht in der Pfanne mit fein gehacktem Knoblauch und Blattpetersilie und dann zerstreut auf die Cannelloni, die dann im Backofen etwa 30 Min. bei guter Hitze überbacken werden.

Cesares feed back: Alles gut angekommen, die Tortellini in der Brühe, die Lasagne, alles weggegessen, ganz besonders geschätzt würden die Kürbiscannelloni.

Heute gibt es also auch für den Mittagstisch überbackene Pasta mit Kürbisricottafüllung in der Helfferichstraße und in der Römerstraße.

Es lebe die Kürbis!... Übrigens, es gibt eine Sorte, die man auch mit Schale kochen kann. Wird demnächst probiert.


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4. Oktober 2008 6 04 /10 /Oktober /2008 04:29

Fritz Eckenga kocht und macht sich einen Reim

Kartoffeln schälen
Möhren schaben
Derweil schon sich am Weißen laben.
Fisch beträufeln
Und gelassen
Den Roten abseits´atmen lassen

Tomaten vierteln
Schoten waschen
Na gut - noch mal vom Weißen naschen.
Fischbett machen
Ofen wärmen
Vom Bukett des Roten schwärmen.

Fisch ins Bett
Bet ins Rohr
Schmeckt der Weiße nach wie vor?
Durchaus! Chapeau!
War auch nicht billig
Der Rote riecht extrem vanillig

Geiter Zwang -
Quatsch: Zweiter Gang!
Weißer - bist ein guter Fang!
Wühnchen haschen?
Hühnchen waschen!
Wird daschu der Rote paschen?

Mussich kosten
Junge Junge
Der liegt ewig auf der Zunge!
Tut mir lei - Hicks
Tut mir leiter
Dagegen ist der Weiße Zweiter

Huhn muß raten?
Braaaten! Rohr -
Fisch vergessen - kommt mal vor!
Kann nix machen
Muss zum Müll
Der Rote macht mich lall und lüll.

Dummes Huhn
Bis morgen dann
Heut leg' ich keine Hand mehr an
Dein Fl - Dein Fl -
Dein  tzartes Fleisch
Wo far denn noch die Wlasche gleisch?

Versteckdichnich!
Ich finde dich!
Heutkochichnich heuttrinkichdich!
Da bissuja
Mein roter Bruder
Dadi Dadu Dadi Daduda!


Gelesen in DIE ZEIT Nr. 40 vom 25. Sept. 03, S.41

Monday, October 6, 2003
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4. Oktober 2008 6 04 /10 /Oktober /2008 04:27

...Als erster nahm der Ritter einen Schluck und lächelte. Die Äbtissin, die ihn beobachtete, sagte: "Vielleicht kommt Euch unser Wein allzu gewöhnlich vor, da ihr im Orient doch so viele edle Tropfen getrunken habt."

Der Ritter sah sie an und lächelte: "Ich habe dort unten auch Zypernwein getrunken, Signora, der mir so bitter vorkam wie die Luft, die ich dort atmete. Wenn Traurigkeit und Schuld ihre Wurzeln in die Seele schlagen, werden alle Sinne bitter. Dieser Wein hier hat vor allen Dingen den Geschmack der Unschuld, und genau das genieße ich nun. Sodann schmeckt er nach meiner Heimat, nach diesen Hügeln hier, wo ich geboren wurde, und die ich nun vielleicht wiederfinden werde. Aber habt keine Angst, ich weiß auch seinen wahren Geschmack zu genießen, den, der nicht dem Gefühl und der Sehnsucht entspringt", und dabei führte er einen Nußkern zum Mund und aß ein Stückchen Brot dazu.

Alle tranken bereits und aßen das Brot mit den Nüssen, und der Wein, der beim ersten Schluck dem Gaumen etwas holzig vorgekommen war, verlor auf wundersame Weise jegliche Bitterkeit, als er sich mit dem strengen Geschmack der Nüsse vermischte.

"Dies ist der Augenblick", sagte der blonde Gerardo, "ein Experiment durchzuführen, das mir mein Herr gezeigt hat." Er nahm aus dem Körbchen mit den Kräutern einen Baldrianstengel und führte ihn zum Mund. "Der Baldrian ist süß", sagte er kauend, "aber der Wein wird ihm ein leicht bitteres Aroma entlocken."

Friday, October 3, 2003

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4. Oktober 2008 6 04 /10 /Oktober /2008 04:24
Alle taten es ihm nach und wählten aus dem Korb die blassen Baldrianstengel mit den zarten, saftigen Blättern. Und während deren säuerliche Herbheit wich, merkten sie, wie der Wein einen leicht bitteren Geschmack annahm.

"Zusammen mit dem Lattich, der mehr Eigengeschmack hat, wird das Bittere schwächer", sagte Gerardo und griff nach einem kleinen Büschel raschelnden Lattichs.

Sie folgten seinem Beispiel und achteten darauf, wie sich der Geschmack des Weins veränderte, der nun dem Gaumen schon milder und süffiger vorkam. Dann nahm der Jüngling einen Löwenzahn, zeigte ihn den anderen und sagte mit schlauem Lachen: "Ich bitte Euch, Herrschaften, kostet nun von diesen Löwenzahnpflanzen, die wir Sonnenblumen nennen, weil sie, wenn sie ausgewachsen sind, große gelbe Blüten bekommen, und diese drehen sich stets zum Licht hin und wenden ihr Gesicht der Sonne zu."

Alle kamen der höflichen Aufforderung nach und kosteten vom Löwenzahn mit den gezahnten, robusten Blättern. Und sie staunten nicht wenig, als der Wein plötzlich süß schmeckte, nachdem er sich mit dem bitteren Aroma des Löwenzahns vermischt hatte. .. "...Ich habe noch eine letzte Überraschung für Euch auf Lager", sagte der blonde Gerardo, während sein Blick etwas in dem Kräuterkorb zu suchen schien. "Hier ist sie", und er zog ein zartes gezacktes Kräutlein daraus hervor, "das ist die Raute, ein Kraut, das, in winzigen Mengen genommen, unseren Salaten jenes bittere Aroma verleiht, das sie schmackhaft macht. Versucht sie erst einmal allein, und Ihr werdet sie als so bitter empfinden, daß man den Geschmack kaum erträgt. Doch trinkt dann den Wein hinterher, und sie wird Euch ungewöhnlich erscheinen..." Die Hände der anderen suchten aus dem Korb das seltene zarte Kraut zwischen den anderen größeren und festeren heraus. Alle kauten darauf herum, vielleicht mit einem gewissen Widerwillen, dann nahmen sie die Becher zur Hand... Keinen Wein glaubten nun alle zu trinken, sondern zuckersüßen Likör, und beim Trinken wuchs ihr Durst, wegen jenes bitteren Geschmacks, der im Mund verblieben war und selbst nach langen wohltuenden Schlucken nicht weichen wollte. (L. Mancinelli, Das Wunder der Heiligen Odilia, Pendo, S. 46-49)


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4. Oktober 2008 6 04 /10 /Oktober /2008 04:16
Thursday, October 2, 2003

Bei uns auf dem Land im Süden der Toskana werden (wurden? Ist das Wort noch im Gebrauch?) die cime di rapa, die Rapsspitzen, die man zum Kochen nimmt, pulezze genannt. Ein Onkel von mir, ein alter ruhiger Bauer mit zerfleddertem Hut auf dem Kopf und zernagter Pfeife im Mund (hat er den Hut vor dem Schlafengehen abgelegt?) strich kurz vor der Blütezeit durch die Rapsfelder und pflückte die zartesten, kleinen Blätter und Knospen. Nach Stunden aufmerksamer Auslese (dabei rauchte er gelassen seine stinkende Pfeife und ging niemandem auf die Nerven) kam er nach Hause mit einem Sack voll pulezze. Diese wurden gewaschen, kurz gekocht, man preßte das Kochwasser aus ihnen heraus, in dem man sie mit den Händen in Kugeln formte, dann wurden sie lange in der Pfanne mit Olivenöl und ganzen Knoblauchzehen weiter gekocht. Das war in meiner Kindheit.

Jedes Mal wenn ich cime di rapa koche, merke ich, wie ich hinter dem Geschmack jener Jahre her bin. Die cime di rapa die nach Deutschland aus Italien kommen erinnern leider nur im Entferntesten an jene winzige zartglänzendgrüne Blätter meines Onkels. Fast ganze Pflanzen mit dickem Stengel und breiten tiefgrünbläulichen Blättern findet man hier. Sie ähneln in Geruch und Geschmack mehr den Broccoli als den pulezze. Ich kaufe sie aber immer wieder, die cime di rapa (jetzt fängt die Saison an) und koche sie gerne. Auf der Suche nach der Kindheit. Das Erlebnis läßt sich aber nicht wiederholen. Wie immer. Ich kaufe sie trotzdem trotzig, aus einer Kiste lese ich ein möglichst zartes Häufchen aus und das koche ich. Auf der Suche. Ab in die Pfanne. Das Kind. So lasse ich das Kind in mir weiter leben. Ach, seht Ihr, was für hintergründige Psychodramas die Kocherei verbirgt!

Also, ratet mal, was kochen wir heute?? FFalsccchhh! WIR KOCHEN KEINE pulez... hemm keine cime di rapa, nein meine Damen und Herren, keine gelbe Rapsblumen und blaue Rapsblätter, nein, heute kochen wir Pilze. Und Nudeln. Aber welche?? RRITAAAA!! Wwas kochst(e) ddduu eute? Che cucini oggi???...


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4. Oktober 2008 6 04 /10 /Oktober /2008 04:09

E anche così si degusta il vino1


Il cavaliere, che fu crociato in Oriente:

-Bevvi, laggiú, signora, anche vin di Cipro, che amaro mi parve come l’aria che respiravo. Quando tristezza e colpa metton radici nell’anima, tutti i sensi sono amareggiati. Questo vino ha il sapore dell’innocenza, prima di tutto, ed è questo che ora sto godendo. Poi ha il sapore della mia terra, di queste colline dove nacqui e che ora, forse, sto ritrovando. Ma non dubitate, saprò godere anche il suo sapore reale, quello che non nasce da affetti e nostalgie, - e intanto portava alla bocca un gheriglio di noce accompagnandolo con un pezzetto di pane.

Tutti già bevevano mangiando il pane con le noci, e il vino, che al primo sorso aveva dato un lieve senso di durezza al palato, perse tosto ogni asperità mirabilmente accoppiandosi al severo sapore delle noci.

Sunday, September 28, 2003



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4. Oktober 2008 6 04 /10 /Oktober /2008 03:57

E anche così si degusta il vino / 2

-Questo è il momento, - disse il Biondo Gerardo, - di tentar l’astuzia che mi insegnò il mio signore -. Prese dal canestro delle erbe un germoglio di valeriana e lo portò alla bocca. – La valeriana è dolce, - disse masticandolo, - e il vino ne trarrà un sapore oscuramente amarognolo.

Tutti lo imitarono scegliendo nel canestro le pallide valeriane dalla foglia tenera e succosa. E mentre spariva l’asprezza, sentirono il vino tingersi di amaro.

-Con le lattughe, che piú forza di sapore racchiudono, l’amaro già si fa piú tenue, - diceva Gerardo scegliendo un minuscolo cespöo di frusciante lattuga.

Lo imitarono attenti allo svariare del sapore del vino, che al palato si accostava già più mite e scorrevole. Poi il garzone prese un radicchio selvatico, e mostrandolo ai commensali disse con un riso d’intelligenza:

-Vi prego, signori, assaggiate ora di questi radicchi, che noi girasoli chiamiamo perché, quando sono cresciuti e mettono i loro larghi fiori gialli, quelli sempre si girano mostrando la lor faccia al sole.

Tutti obbedirono al gentile invito e assaggiarono i radicchi dalle strette foglie dentate e consistenti. E molto si stupirono nel sentire il vino farsi dolce al palato mescolandosi all’amaro pizzicore del tarassaco. Il cavaliere, senza alzarsi dalla panca accennò un inchino verso il giovane che rispose sorridendo:

-Non mio è il merito, ma del mio signore che queste cose mi ha insegnato. Ma ho in serbo per voi un’ultima sorpresa, - disse il Biondo Gerardo guardando attentamente nel canestro delle erbe. – Ecco, - e sollevò un’erbetta sottile e frastagliata, - questa è la ruta, erba che presa in piccolissima misura dà alle nostre insalate quell’amaro che le rende appetitose. Assaggiatela da sola, e la sentirete cosí amara che a fatica si sopporta. Ma bevete poi il vino, e vi parrà cosa inusitata...

Le mani scelsero nel canestro le rare erbette sottili nascoste tra le altre più grandi e consistenti. Le masticarono tutti, forse con qualche riluttanza, poi tesero le mani ai bicchieri che nel frattempo Gerardo aveva di nuovo riempiti. Non vino, ma dolcissimo liquore parve a tutti di bere, e pur bevendo si accresceva la sete, per quell’amaro che dimorava nella bocca e pareva non lasciarsi distogliere neppure dalle lunghe piacevoli sorsate. (Il Miracolo di Santa Odilia, pag. 35-36)

Sunday, September 28, 2003

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