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4. Oktober 2008 6 04 /10 /Oktober /2008 03:51

Abschweifung über Buch und Wein / Deutsch1

...Der Ritter, der schweigend zugehört hatte und dabei wieder an die herrlichen Weingärten gedacht hatte, die ihm bei seiner Reise durch die Gegend von Byzanz aufgefallen waren, wurde von einem Zweifel erfaßt und sagte: "Die Winter sind hierzulande recht kalt, und der Boden gefriert. Wie kann die Wurzel einer solch zarten Pflanze die Kälte überstehen?"

"Die Wurzel sitzt sehr tief, mein Herr, und es kommt vor allem auf die Wahl des Standortes und der Rebsorte an. Gewiß würden hier die schönen Weinstöcke Zyperns und Pantellerias erfrieren, aber nicht die unseren, die die Härte des Winters überstehen, weil sie tief im Erdreich wurzeln und die Wärme aufnehmen, die es im Sommer gespeichert hat, und die schwachen Strahlen der Wintersonne einsaugen. Da im Winter die Morgensonne nicht wärmt, muß man Bergrücken wählen, die nach Süden oder Westen hin abfallen, und immer Böden in Hanglage, nie welche in der Ebene: die Strahlen der Sonne, die im Winter schräg auf die Erde auftreffen und daher die Ebenen kaum erwärmen, prallen senkrecht auf die steilen Flanken der Hügel und dringen tiefer in sie ein. Diese Lage schützt die Pflanzen auch vor zu starker Sommerhitze, weil dann zur Mittagszeit die Sonnenstrahlen senkrecht auf die Ebenen treffen, aber schräg und weniger kräftig auf die Hanglagen. Daher sage ich ja, daß diese Hügel weiter südlich, etwa an der ligurischen Küste, dazu da sind, daß der Mensch auf ihnen Olivenbäume pflanzt."

Tuesday, September 23, 2003



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4. Oktober 2008 6 04 /10 /Oktober /2008 03:46
Abschweifung über Buch und Wein / Deutsch2


Aus DAS WUNDER DER HEILIGEN ODILIA von Laura Mancinelli, ein kleines Buch, das ich an einem Nachmittag in die Hand genommen habe, als es mir schlecht ging, nur schlecht, gigantisch und unerklärlich schlecht. Wenn ich in diesem Zustand ertrinke, suche ich etwas – meistens ein Buch –, an dem ich mich festhalten kann. Glücklicher Zufall, diesen kurzen Roman im Regal gefunden zu haben. Zwei Stunden und ich habe es gelesen. Zwei volle, leichte, spannende, heitere, sinnliche Stunden. Es ist ein Märchen, höfisch und frei vom Greuel der traditionellen Märchen und des wahren Lebens. Alles – viel und im Grunde auch nichts - spielt sich in einem kleinen Nonnenkloster des Monferrato ab. Natürlich ist Wein ein Thema.

Nicht nur das Buch suche ich, sondern auch die Flasche... Nnneinnnn, ich trinke nicht, um nicht zu ertrinken! Ich trinke überhaupt nicht, ich koste. Was? Das sagen alle? Na und?

Unbekannt soll der Wein sein, eine neue Erfahrung. Buch und Wein, zwei mal guter Geist, perfekt: ich befinde mich in einer anderen Welt und alles Leid (sic!) ist vergessen. DIMENTICATO.

(Den Wein habe ich nicht im Verkauf da. Muß ich aber haben! Werde ich haben! Bis dahin ist der selbstabgefüllte Teroldego von der gleichen Kellerei zu haben.)

Tuesday, September 23, 2003


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4. Oktober 2008 6 04 /10 /Oktober /2008 03:37
Abschweifungen über Buch und Wein

Das Buch habe ich auf Italienisch gelesen und meine Gedanken waren alle auch auf Italienisch. Deshalb adesso lo stesso in italiano.

LAURA MANCINELLI; IL MIRACOLO DIM SANTA ODILIA, Einaudi, 1989. Preso in mano per caso in un pomeriggio in cui si sta male, solo male, in modo inspiegabile e totale, tanto che si preferirebbe non vivere. In questi casi cerco qualcosa cui aggrapparmi, qualcosa che mi porti via da "questo mondo" in un altro che abbia ragioni sufficienti di "essere". Gran bel libriccino! Letto in due ore, dimentica di tutto, traendone un grande piacere e gioia ed emozioni, quelle che dà una bella favola, storia cortese, libera dalle crudeltà tipiche delle favole tradizionali e della vita. Le vicende che hanno portato fin qua quegli uomini e quelle donne sono lasciate in sottofondo, quieta traccia della memoria. La storia è ambientata in un convento di monache del Monferrato. Per questo è naturale che vi si parli di viti e di vino:

...Il cavaliere, che aveva ascoltato in silenzio ripensando agli splendidi vigneti che aveva veduto attraversando le terre di Bisanzio, fu preso da un dubbio, e disse:

-Gli inverni sono freddi in questa regione e la terra gela. Come può la radice di una pianta sí delicata resistere al freddo?

-La radice è molto profonda, signore, e quel che piú conta è la scelta del luogo e del vitigno. Qui certo morrebbero gelate le belle vigne di Cipro e Pantelleria, ma non le nostre, che ai rigori dell’inverno resistono abbarbicandosi profondamente nel terreno e sorbendone il calore rimasto dell’estate, e quello del povero sole invernale. Poi che d’inverno il sole al mattino è freddo, bisogna scegliere i dossi esposti a meridione od occidente, e sempre terre in pendio, mai pianeggianti: i raggi del sole, che d’inverno giungono alla terra inclinati e quindi poco scaldano le pianure, diritti picchiano sui ripidi fianchi dei colli riscaldandoli più a fondo. La stessa posizione protegge le piante dal troppo calore estivo, perché allora, nel cuore del giorno, i raggi del sole, che diritti colpiscono le pianure, giungono inclinati e meno forti al terreno in pendio. Per ciò dico che queste colline sono create da Dio perché l’uomo vi coltivi la vite, cosí come le colline che stanno laggiú, al di là di quei monti, e che si affacciano sul mare di Liguria, sono state create perché l’uomo vi pianti gli olivi.

Tuesday, September 23, 2003

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4. Oktober 2008 6 04 /10 /Oktober /2008 03:31
10 Tage, ein ganzes Leben

Habe gestern abend den Dokumentarfilm "10 Tage, ein ganzes Leben" gesehen. Wie immer hatte ich die 15 Minuten Verspätung, der Film lief schon: Ich trete in den Saal 'rein und die Bilder vom Putsch in Chile, die Stimme von Allende springen mir entgegen. Gleich fängt die Suche von diesem Exilchilener nach seiner Vergangenheit, nach den alten Genoßen, nach den letzten Stunden in Chile vor der Flucht an. Der Film wächst sehr langsam, wirkt zunächst platt-flach (was will man denn da?... Der Keller in dem er sich 1 Tag lang versteckt hielt?) zeigt dann mehr und mehr. Er zeigt vor allem das Ungesagte. Die Kamera bleibt fast immer den Gesichtern sehr nah und liest aus ihnen das heraus, was nicht ausgesprochen werden kann. Gute Regisseurin diese junge Tanja Hamilton, mit ihrer Zurückhaltung und gleichzeitig ihrer Fähigkeit mit der Kamera in die Menschen hineizubohren.

Da versteht man, welche Folgen das Regime für die Menschen gehabt hat, wie es noch in den Menschen lebt, wenn sie sich nicht erinnern wollen oder können, wenn sie verdrängen oder nur das sehen können, woran sie glauben wollen. Überlebensstrategien werden da sichtbar, die viel von der Angst und der Verzweiflung von damals erzählen, Vorwürfe, die nicht ganz geklärt werden können, Verdächtigungen, die in der Luft schwer wie Blei hängen und denen man trotzdem keinen Namen geben kann. Spuren hat das Pinochet-Regime hinterlassen wie eine Seuche, die sich auf die Seelen gelegt hat und so die Freude der Rückkehr und des Wiedersehens (für immer?) vergiftet. Das alles zeigt der Film. Deswegen ist der ein guter, leiser, starker film.

Saturday, September 13, 2003

 


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4. Oktober 2008 6 04 /10 /Oktober /2008 03:25
Oh dunque ho anch'io un diario nella rete! Il pensiero che ci sono aaannnnccchhh'iooo (sic!), che qualcuno può venire qua e leggermi è... feroce. Che faccio? Continuo a scrivere o scappo? Opto per il tedesco, mi fermo all'italiano? Provo tutti e due? Oso qualche pensiero? Mah, meglio lasciar stare. Rimandiamo i pensieri a domani. Comunque, se mi riesce, il menü del giorno ce lo scrivo... sì se mi riesce, se mi basta il tempo, se ce la faccio a fare la spesa e tutto il resto...
Ja, wenn es mir gelingt, wenn die Zeit reicht, wenn ich das einkaufen kann, was ich brauche, wenn... schreibe ich hier morgen das Tagesmenü.

Wednesday, September 10, 2003

 


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3. Oktober 2008 5 03 /10 /Oktober /2008 14:00

link Un altro luogo, un inzio? Bohhh!!

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3. Oktober 2008 5 03 /10 /Oktober /2008 13:18

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