Durch Loretta Petti
die mich dieses Mal besonders trifft, weil ich die Gegend sehr gut kenne: In Vaiano, nördlich von Florenz habe ich viele Jahre mit meiner Familie gelebt und in Prato bin ich in die Schule gegangen. Noch eine Katastrophe, die sich den anderen furchtbaren, Erdbeben und Kriege, summiert...
Meine Schwester schreibt mir aus Montepulciano:
Hallo Loretta, habe mit Gino (einem gemeinsamen Freund) in Prato telefoniert und er sagt mir, das die Situation dort dramatisch ist. Nicht nur ist der Bisenzio (Arno Zufluss, läuft vom Appennin nördlich von Florenz durch das Val Bisenzio und Prato) überlaufen, sondern auch Gräben, Bäche, Wasserleitungen. In den Bergen haben Erdrutsche die Straßen mit sich gerissen, die dann überflutet wurden.
Viele haben schwere Schäden erlitten, Einige haben alles verloren. Gino hat mir von einem Bekannten erzählt, der von 3 Meter hohem Wasser geschleppt und zum Glück in eine leerstehende Werkhalle geschleudert wurde: nur durch ein Wunder hat er sich gerettet, wurde halb nackt gefunden, weil das Wasser ihm die Kleider vom Leib gerissen hat.
Das überschwemmte Gebiet ist sehr weit, von Campi Bisenzio (in der Nähe von Florenz) bis Quarrata, Prato, das ganze Bisenzio-Tal bis Vernio (Richtung Bologna). Brücken, Straßen, Häuser, eine schreckliche Zerstörung. Viele leute sind noch abgeschnitten, ohne Strom und ohne Wasser. Gino hat mir gesagt, dass mangelnde Wartung, Auswechslung der Leitungen mit anderen nicht geeigneten, die Umleitung oder Zuschüttung von Abflussgräben, um zu bauen, haben sich stark ausgewirkt, doch etwas hätte man vielleicht vermeiden können. Uns (in Montepulciano) hat das Unwetter nur gestreift: Viel Wind, der die Ziegel auf dem Dach bewegt hat, und viel Regen. In Vaiano (Dorf nördlich von Prato, wo unsere Familie seit 1961 gelebt hat) im Wasser auf den Straßen hat man alles mögliche vorbei schwimmen sehen: Kühlschränke, Autos, Möbel... Tote hat man hier immerhin keine gehabt.
Ciao Loretta, ho telefonato a Gino Romeo di Prato e mi ha detto che la situazione è drammatica.
Non solo è esondato il Bisenzio, ma i fossi, ruscelli, condotte urbane. In montagna, tipo Migliana o Schignano, sono venute giù anche frane che si sono portate via le strade invase poi dall'acqua. Diversi hanno avuto danno gravi e qualcuno ha perso tutto. Gino mi ha raccontato di un suo conoscente trascinato via da 3 metri di acqua e fortunatamente sbattuto dentro un capannone dismesso, si è salvato per miracolo e trovato mezzo nudo perchè l'acqua gli ha strappato via i vestiti di dosso. La zona dell'inondazione è vastissima, da Campi Bisenzio, a Quarrata, Prato, tutta la val Bisenzio, fino a Vernio. Ponti, strade, case,una distruzione tremenda. Molte persone sono ancora isolate, senza corrente e senza acqua. Gino mi ha detto che tanto ha influito la mancata manutenzione, la sostituzione di tubature con altre non adeguate, di fossi deviati o chiusi per costruire, insomma, forse qualcosa poteva essere evitato. A noi la bufera ci ha preso di striscio, tanto vento che ci ha mosso le tegole del tetto e tanta pioggia. A Vaiano, lungo le strade, hanno visto passare di tutto nel fiume di acqua: frigoriferi, auto, mobili... Comunque a Vaiano non ci sono state vittime.
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