Durch Loretta Petti
Jedes Mal wenn ich cime di rapa koche, merke ich, wie ich hinter dem Geschmack jener Jahre her bin. Die cime di rapa die nach Deutschland aus Italien kommen erinnern leider nur im Entferntesten an jene winzige zartglänzendgrüne Blätter meines Onkels. Fast ganze Pflanzen mit dickem Stengel und breiten tiefgrünbläulichen Blättern findet man hier. Sie ähneln in Geruch und Geschmack mehr den Broccoli als den pulezze. Ich kaufe sie aber immer wieder, die cime di rapa (jetzt fängt die Saison an) und koche sie gerne. Auf der Suche nach der Kindheit. Das Erlebnis läßt sich aber nicht wiederholen. Wie immer. Ich kaufe sie trotzdem trotzig, aus einer Kiste lese ich ein möglichst zartes Häufchen aus und das koche ich. Auf der Suche. Ab in die Pfanne. Das Kind. So lasse ich das Kind in mir weiter leben. Ach, seht Ihr, was für hintergründige Psychodramas die Kocherei verbirgt!
Also, ratet mal, was kochen wir heute?? FFalsccchhh! WIR KOCHEN KEINE pulez... hemm keine cime di rapa, nein meine Damen und Herren, keine gelbe Rapsblumen und blaue Rapsblätter, nein, heute kochen wir Pilze. Und Nudeln. Aber welche?? RRITAAAA!! Wwas kochst(e) ddduu eute? Che cucini oggi???...
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