Durch Loretta Petti
Fave (dicke Bohnen) und cicoria (Löwenzahn), ein traditionelles Gericht Apuliens, habe ich danke Aurelio kennengelernt. Ich habe dieses Mal aber die Kombination geändert und statt Löwenzahn Agretto (auch Barba del Frate, Mönchsbart, genannt) genommen und es in dieser Kombination vorbereitet.
Man braucht:
500 gr. getrocknete und geschälte dicke Bohnen (in den türkischen Geschäften),
1-2 Bund Mönchsbart (kommt aus Italien, findet man noch relativ selten leider, kann man auch mit Löwenzahn ersetzen),
Salz, Olivenöl.
Ich habe die Bohnen 30 Minuten bis eine Stunde in kaltem Wasser gwaschen und eingeweicht dann in einem Topf mit kaltem Wasser bedeckt, wenig Salz hinzugegeben und gekocht, bis sie zu einer Creme geworden sind (den Schaum, den sich oben im Topf bildet, nehme ich immer mit einem Sieb heraus).Wenn die Creme zu dick wird, tue ich noch etwas wasser dazu, bleibt sie zu flüssig, lasse ich sie länger ziehen. Die creme wird dann mit Olivenöl zusammen gerührt, so dass sie sämig (und doch noch etwas grob) wird.
Ich habe dann den Agretto von den Wurzeln befreit, gewaschen, und ganz kurz (3-4 Minuten, so dass der noch knackig bleibt) in einer Pfanne mit 2 cm Wasser gekocht, aus dem Wasser herausgenommen und mit der Bohnencreme gemischt.
Vorher hatte ich schon zwei Knoblauchzehen fein gehackt und in Olivenöl leicht gebraten. Das habe ich dann zusammen mit kleinen Scheiben eingelegter Zitrone (eine marokkanische Spezialität, findet man schon öfters zu kaufen) auf die Creme getan.
Dieses wunderbares und sehr „armes“ Gericht kann man mit einem pochierten Ei "bereichern“.
Und buon appetito!
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