Durch Loretta Petti
Manchmal habe ich das Gefühl, in einer geschlossenen Welt zu leben: Die Welt der Römerstraße 8, der Leute, die sie besuchen, der vielen mehr oder weniger erfreulichen Vorkommnisse der Tage. Meine Einkaufsfahrten helfen da wenig, um aus dieser Welt herauszukommen. Im Kopf ist sie gegenwärtig. Manchmal vergesse ich sogar den Weg und verirre mich, so sehr bin ich mit meinen Projekten beschäftigt: Römerstraße, ja, und Helfferichstraße auch, und nun die große Unternehmung der Trattoria da Loretta in der Büchsenstraße.
Um wirklich aus dieser Welt rauszukommen muß ich in eine ganz andere einsteigen. In ein gutes Buch zum Beispiel oder in einen Film. Ich muß also etwas haben, das mich woanders entführt und mir genau so starke Emotionen bietet. Wobei diese Emotionen nicht unbedingt grossformatig oder dramatisch sein müssen. Sie müssen nur "das" haben, Gedanken und Gemüt "sättigen", oder einfach das Kind in uns, das Lächeln und das Lachen wachhalten.
So habe ich einen Roman von einer Schriftstellerin angefangen, die ich sehr mag: Vita von Melania G. Mazzucco. Von ihr habe ich il Bacio della Medusa (wunderbares Buch, gibt es vielleicht schon auf Deutsch...Der Kuß der Medusa?) und Lei così amata (die Biografie von Annemarie Schwarzenbach, wunderbar geschrieben, spannend wie ein Roman) schon gelesen.
Tuesday, December 2, 2003
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