Durch Loretta Petti
Früher habe ich es seltener getan. Ehrlich, auf die Küche meiner Köche war ich nicht jeden Tag scharf. Weil ich sie schon kannte. Weil ich sie so gewollt hatte… Oder auch weil ich sie nicht so gewollt hatte.
Jetzt aber esse ich fast jeden Abend in meinem Restaurant. Ich habe Lust darauf. Das, was ich bekomme, überrascht mich. Ab und zu begeistert es mich auch. Und der Geschmack bleibt, prägt sich ein.
Heute Abend habe ich (wieder) Manuels Rinderzunge-Carpaccio (nennen wir es so) gegessen. Zu schnell hätten wir die Rinderzunge von der Karte gestrichen, weil kaum jemand sich für das Gericht i nteressiert hatte (naja, Zunge, denkt man!). Es ist aber so was für sich, dass ich es auf der Karte gelassen habe .
Und die Soße… „Das ist die verfeinerte Version von der ersten“ sagt mir Manuel.
Ollala`, verfeinert! Kokosnüssig, ja. Und dann weich. Und dann samtig. Und dann leicht mayonnaisig, aber wie die selbstgemachte Mayo. Und dann rund. Und dann. Die Soße auf dem Zungenfleisch ist einfach eine Nuance. Drei Stunden sind es aber vergangen und ich weiß immer noch, wie sie geschmeckt hat. Und morgen werde ich mich noch daran erinnern.
Ja, ich esse jetzt gerne und oft in meinem Restaurant.
Eclipse Next 2019 - Gehosted von Overblog