So gepflegt ist der Rasen, so liebevoll restauriert sind die Gebäuden, so normal familienbewohnt scheint das Haus zu sein, daß das alles wie eine Vorahnung von dem aussieht, was der Käse ist. Ja, in der Tat schicken die Cugusi ihre Mitteilung voraus: Guter, ausgesuchter Grundstoff (Milch), Pflege und Individualität in der Herstellung, eine moderne Arbeitsstätte in der sich maschinelle Arbeitsverfahren mit handwerklicher Geschicklichkeit verbinden (der Käse wird fast täglich handgewaschen), Kreativität, harte Arbeit. Das alles macht den Käse der Cugusi aus.
Während ich da einkaufe, kommt Giovanna (eine der Töchter) und erzählt mir stolz, wie sie den 1. Preis unter mehr als 250 Käsereien bei einem nationalen Wettbewerb bekommen haben. Das weiß ich, wie gut der Käse ist. Giovanna spricht aufgeregt mit sardisch-schwarz-glänzenden Augen und ich kann spüren, wieviel Leben in diesem Käse steckt (... ich sage immer, daß es nicht schlecht ist, wenn Käse gesund schimmelt, er darf und soll schimmeln, weil das ein Zeichen von Leben ist: Käse, der nicht chemisch behandelt wurde, bewegt sich und entwickelt sich. Also: der schimmelt!).

Hier, auf einem dieser Hügel steht das Haus der Cugusi.

Gegen Abend habe ich dann Olivenöl bei
der Ölmühle von Montepulciano gekauft.
So war der Himmel, von dort unten gesehen.
Na ja, es gibt manchmal mehr als einen Grund,
um eine Gegend zu lieben!