Durch Loretta Petti
Karotten, Zwiebeln, Staudensellerie mit Olivenöl in einem Topf anbraten, die schon halb gekochten weißen Bohnen „Cannellini“ mit ihrem Saft und noch Wasser hinzufügen, den cavol o nero und Wirsing in große Streifen schneiden und dazugeben, weiter kochen, gegen Ende mit Salz abschmecken.
Weißes Brot rösten, in einen tiefen Teller hineintun, die Suppe dazu geben, mit einem kräftigen Olivenöl und geriebenem Parmesan abschmecken. Fertig.
Wir geben für diese Suppe keine Mengen an, weil im Grunde Geschmacksache ist, wie grün oder gelb oder „schwarz“ sie werden soll.
Ursprünglich war die ribollita für die Bauern eine Möglichkeit, das alte Brot (das für die ganze große Familie ein Mal im Monat gebacken wurde) wieder zu verwenden: Es wurde in möglichst dünne Scheiben geschnitten und dann in einen (damals aus Terracotta) breiten Topf mit der Gemüsesuppe aufgeschichtet.
In jeder Küche gab es eine große offene Feuerstelle, die die einzige Heizung im Hause darstellte und auch zum Kochen benutzt wurde. Der Topf mit der ribollita durfte dann über Nacht (und auch länger) im Kamin langsam kochen und ziehen. So war die ribollita eigentlich keine Suppe, sondern viel mehr eine Art Brot- und Gemüseauflauf… Und das Beste war die leicht braune Kruste, die sich auf dem Boden des Topfes gebildet hatte. Wer es suppiger haben wollte, konnte noch etwas Brühe (die man immer beiseite hatte) und Olivenöl dazu geben.
Selbst der Name von diesem Bauerngericht weist auf die Art der Vorbereitung hin: Ribollita heißt nämlich "die Wiedergekochte".
Heute ist das langsam Garen wieder so in, daß es von Manchen dargestellt wird, als ob man die Langsamkeit neu erfunden hätten. In der Tat ist die Technik, die man heute verwendet, zwar modern, die Langsamkeit des Kochens hatten die Bauern aber (zwangsweise) in der ganzen Welt schon immer betrieben.
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